Der Rundwanderweg Über Paziner Berge 712

Streckendaten Akzente

Weg markiert mit der Nummer 712
Start: Pazin
Ende: Pazin
Länge: 13,5 km
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer
Höhenunterschied: 563 m
Höchster Punkt: 476 m
Niedrigster Punkt: 255 m
Dauer: 3:30 h

ISTRA TRAILS GPS

Der Rundwanderweg Über Paziner Berge (Po Pazinskih bregi) führt von Pazin zum Berg Gortanov brijeg, weiter über die den Paziner Tal umschließenden Hügelspitzen, und durch die Weiler Bani und Dušani nach Pazin zurück. Dieser Wanderweg kann mit dem Wanderweg Pazin - Beram - Pazin kombiniert und dementsprechend auch verkürzt oder verlängert werden.

Weg Beschreibung

Wir starten vor dem Tourismusbüro in Pazin, wo wir uns mit dem erforderlichen Infomaterial zu diesem Wanderweg versorgen können. Der Laufweg führt uns am Paziner Kastell vorbei, die Brücke Vršić über den Abgrund der Paziner Schlucht und der einstigen Fabrikanlage Pazinka entlang. Danach laufen wir auf einem Schotterweg die ansteigende Strecke zum Gortanov Brijeg. Hier zweigt nach links ein Weg Richtung Beram ab (markierter Wanderweg Nr. 611) und wir laufen geradeaus weiter. Beide diese Wegstrecken treffen wieder am Berg Findrlov brijeg zusammen, zu welchem wir 3 Kilometer und die Wanderer die über Beram laufen etwas mehr als 5 Kilometer haben. Noch 3 Kilometer weiter befindet sich die Aussichtsstelle Dibovljak, wo sich die Aussicht auf den Speichersee Butoniga bietet, und wo unser Weg mit einem Abschnitt des Paziner Bergwegs schneidet. Nach Dibovljak steigt der Weg sanft zum Weiler Bani ab, und nach dem Weiler Dušani kommen wir an die Asphaltstraße Pazin - Kršikla. Wenn wir hier rechts laufen, führt uns auch diese Straße nach Pazin, jedoch eine viel bessere Variante ist gleich nach 50 m Asphaltstraße rechts in den Schotterweg einzulaufen. Dieser Weg führt uns durch den Pazinčica Tal über die Landschaft Loke, dem Tierasyl entlang nach Rijavac, wo wir nach links laufen.

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Berg Gortanov brijeg

Noch 1177 wird das Kloster des hl. Michaels auf diesem Berg erwähnt, das schon im 14. Jh. verlassen und dem lokalen Adelstand zugeteilt wurde. In Istarski razvod steht angeführt, dass das entsakralisierte Kloster als ein Zufluchtsort Drmitor dem Bischof von Pićan während der unfruchtbaren Jahre in Pićan diente. Es ist auch durchaus möglich, dass auch Dante Alighieri während seines Aufenthalts in Istrien in diesem Kloster verweilte. Der Ausblick auf die Paziner Schlucht vom Gortanov brijeg stimmt mit der Dantes Beschreibung des Hölleneingangs überein: zahmer Flusstal, wo der Fluss zum vertikalen Fels fließt und dort in den Untergrund versinkt. Im 15. Jh. trägt der Berg den Namen Kršanski brijeg, nach seinem Eigentümer Andrija Kršanski, Kapitän von Pazin und Triest. In der ersten Hälfte des 17. Jh. wird der Berg von seinen Erben, der Adelsfamilie Tolzay bewohnt, und die Kirche von Grund auf erneuert. Danach ging der Berg als Erbe an Familie Cavalieri, dann Calligarich, Weissenhaus und Camus, die bis zum 1945 in seinem Besitz blieb. Heute wird der Großteil dieser historischen Wirtschaftsanlage von AZRRI (Agentur für ländliche Entwicklung Istriens) benutzt, die hier das Gastronomische Bildungszentrum Istriens errichtete. Nördlich von der bestehenden Siedlung wurde eine Wirtschaftsanlage angebaut, wo die Zuchtherde des istrischen Rinds ("boškarin") untergebracht wird, an dessen Erhaltung AZRRI schon jahrelang arbeitet.

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