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Cerovlje

Cerovlje

Cerovlje die zentrale Siedlung der großen Gemeinde, die sich über eine hügelige Landschaft nördlich von Pazin erstreckt, und es besteht aus zahlreichen Dörfern und einigen größeren ländlichen Siedlungen: Draguć.Grimalda,Gologorica,Paz, Borut,Pazinski Novaki….

Solche natürliche Merkmale sind die Ursache von allen Besonderheiten dieses Gebietes, wie in der Geschichte so heute. Unzugänglichkeit und Isolation waren die Ursache für die schwachen oder gar keinen Einfluss von Rom auf dieser fernen Ecke seiner Provinz. Ungangbare Schluchten im Osten, erstärken mit achtsam angeordneten Verteidigungsanlagen (Gradina, Paz, Šabec, später Belaj, Posrt). Im Mittelalter machten sie die uneroberte Grenze, mit der der Markgraf von Istrien den Bereich seiner Macht schützte, zusammen mit Boljun, Lupoglav, Roč, Crni und Beli grad, (Schwarz -und Weißstadt) im Norden, und mit Letaj, Barban, Rakalj und Sutivanac im Süden. Langsames Erreichen von allen Phasen der modernen Zivilisation in entlegene Dörfer, die bis vor kurzem keine Qualitätsstraße hatten, führte zur Entvölkerung und vollständiges Auflassen einiger Siedlungen, aber auch zur Erhaltung der zahlreichen ethnologischen Besonderheiten und Lebensweise, die in anderen Teilen von Istrien schon Vergangenheit wurde.

Wenn Sie ein echtes ländliches Istrien suchen – Sie sind da.

Cerovlje

Cerovlje ist ein Gemeindezentrum entstanden an der wichtigen Verkehrsrichtung der Straße, welche Istrien und Rijeka verband, und eine noch größere Bedeutung erhielt es im Jahr 1876 durch den Ausbau der Eisenbahnstrecke Divača – Pula. Die Siedlung bestand an Stelle der heutigen bereits im 13. Jahrhundert, als in dieser Gegend das Patriarchat von Aquileia herrschte. Allerdings wird es, das erste Mal ausdrücklich, als Cerovlje im Jahr 1325 im „Istarski razvod“ – einem juristischen Dokument über die Abgrenzung der Territorien zwischen den benachbarten Kommunen in Istrien, erwähnt, und im Urbarium der Grafschaft Pazin aus dem Jahr 1498 finden wir es als Czerolach.

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Draguć

Draguć ist das bekannteste Städtchen der Gemeinde Cerovlje, 8 km von Cerovlje entfernt, auf der Straße Richtung Buzet. Aufgrund seiner Farbigkeit und der bewahrten Architektur „schauspielert“ es oft in heimischen und ausländischen Filmen und Serien, sodass es liebevoll auch "istrisches Hollywood" genannt wird. Es ist auch bekannt für die wertvollen Fresken in der Kirche des Hl. Elizej und der Kirche des Hl. Rochus, der Sammlung sakraler Kunstwerke in der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria des Hl. Rosenkranzes, anhand des Altargemäldes des Malers Venerio Trevisan in der Pfarrkirche des Hl. Kreuzes, sowie auch anhand dem reichen glagolitischen Erbe (Brevier, Standesbücher, Notarprotokolle) welches heute in heimischen und ausländischen Museen und Archiven bewahrt wird.

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Belaj

Das Landschloss – Kastell mit Arkade Innenhof, heute von Weingärten umgeben, hat im 17. Jahrhundert die adelige Familie Barbo erbaut, als Ersatz für das niedergerissene nahegelegene Kastell Šabec oder Posrt. Es gab hier auch noch ein älteres Kastell des Hl. Martin, welches bereits im 11. Jahrhundert erwähnt wird, und es gehörte zu einer Reihe an Abwehrfestungen, welche sich von Lupoglav und Črni grad im Norden bis zur Festung Letaj im Süden erstreckten. Aus dem Arkade Innenhof kommt man in die Hofkapelle des Hl. Heinrich in welcher wertvolle Grabdenkmäler aus dem zerstörten Paulinerkloster der Hl. Maria am See aufbewahrt werden, unter welchen sich die Grabplatte des Kapitäns von Pazin und Triest Andrija Kršanski, sowie die auf glagolischer Schrift geschriebene Grabplatte von Martin Mojsejević, Gutsherr von Kožljak aus dem Jahr 1492 befinden (Das Schlossinnere ist vorübergehend unzugänglich für die Öffentlichkeit). Von 1668 ganz bis 1945 gehörte Belaj der Fürstenfamilie Auersperg, welche es zum Zentrum des großräumigen Privatbesitzes machte, welches eine Zeit lang fast das gesamte zentrale und nordöstliche Istrien umfasste.

Borut

Borutist heute der gemeinsame Name für mehrere kleinere Weiler nördlich von Cerovlje. Dank dem abgelagerten natürlichen Lehm entlang des Bachs Borut wird hier bereits seit Jahrhunderten die Ziegelbrennerproduktion gepflegt, sowie auch im gesamten Flusstal des Pazinčica. Lehm wurde einst ausgegraben und manuell geformt, und gebacken wurde er in Öfen auf dem Feld, welche vom Volk "frnaže" genannt werden. Ab 1904 industrialisiert der Unternehmer Jakov Ludvig Munz diese Tradition und auch der lokale Unternehmer Mezzar folgt diesem und baut im Jahr 1911 eine Ziegelbrennerei in Cerovlje, sodass die Ziegeln von Borut und Cerovlje, aufgrund der Nähe zur Eisenbahnstrecke, auch exportiert wurden.

Heute hat sich die Produktion aufgrund des Mangels an Rohstoff anderen Produkten zugewandt, und die Bevölkerung wendet sich immer mehr dem Tourismus zu. Neben Unterkunftsobjekten und agrotouristischen Haushalten stehen den Besuchern auch zwei Rundwanderwege zur Verfügung: der Weg des Hl. Kanzian (4- 13 km) führt zum gleichnamigen Berg südlich von Borut und nach Paz, während der Weg des Hl. Silvester (5 - 15 km) zur Erkundung der Burgruine Stari Draguć, sowie nach Draguć selbst führt, welches sich 6 km westlich befindet. Beide Wege sind mit grün-gelben Bergwandermarkierungen gekennzeichnet und beginnen an der Eisenbahnstation von Borut.

Paz

Paz (deutsch: Passberg) befindet sich auf dem Haupt-, und eigentlich auch dem einzigen Weg, von welchem man aus Richtung Učka und Boljunsko polje über die steilen und unstabilen Schluchten bis zum Zentrum der Halbinsel und der zentralen Siedlung des Fürstentums – Pazin – hinaufsteigen konnte. Paz war das Zentrum eines getrennten feudalen Besitzes Adeliger, welches seinen Sitz im hiesigen Kastell hatte, dessen Überreste auch heute noch auf den Anhöhen oberhalb der Siedlung sichtbar sind. Historische Dokumente enthüllen uns eine Reihe an Namen gebunden an dieses Kastell, vom Patriarchat von Aquileia, Eberstein, Walderstein, bis zur Familie Barbo, welche 1570 das Kastell erneuert hat und an welche zahlreiche Legenden gebunden blieben, aber auch historische Notizen von welchem man auch heute noch eine Gänsehaut bekommt. Die Friedhofskirche des Hl. Veit, welche sich auf ihrem Hügel auf der gegenüberliegenden Seite der Siedlung befindet, hat im Jahr 1461 der Meister Albert bebildert, und bis heute sind Bilder des Throns der Weisheit und die Madonna mit Kind bewahrt.

 

Für Besuche der Kirche ist es nötig, sich bei der Familie Perčić anzumelden:

Adresse: Paz 14

Tel. +385 (0)52 684 820

Grimalda

Grimalda ist stolz auf die romanische Pfarrkirche des Hl. Georg, erbaut anstelle der einstigen historischen Burgruine. Dieser Ort ist heute fast ohne Einwohner, aber auch einer der schönsten Aussichtstürme im Zentralen Istrien.

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