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Kringa

Kringa

Fünf Kilometer südlich von Tinjan an Stelle einer Gradina (befestige Hügelsiedlung ) aus der Eisenzeit und später der römischen Festung befindet sich Kringa (Krink), die zweitgrößte Siedlung in der Gemeinde Tinjan. Unter den Funden aus der Jungsteinzeit heben ungewöhnliche, fast künstlerisch hergestellte Idole hervor.

In den schriftlichen Quellen wurde Kringa  im Jahre 1102 unter dem Namen Curitico oder Coriticum erwähnt. Im Mittelalter, ist es auch ein integraler Bestandteil des Paziner Fürstentums. In der Mitte der Stadt ist die St. Peter und Paul Pfarrkirche aus dem  Jahre 1787 und der Platz ist mit zwei rustikalen Steinzisternen und mit dem Baum „Ladonja (Celtis australis) geschmückt. Aus Kringa stammt der berühmte istrische Priester und Aktivist Božo Milanovic (1890-1980), einer des Vertreters von Istrien auf der Friedenskonferenz in Paris im Jahre 1946, wo über das Schicksal von Istrien nach dem Krieg beschlossen wurde. Ihm zu Ehren wurde der Gedenktafel am Gebäude gesetzt, wo er lebte und arbeitete. Diese kleine Ortschaft hat  noch drei  kleinere, aber ältere Kirchen, die Sie durch kurzen, rundlichen Spaziergang besuchen können:  die Kirche der Hl. Anna aus J 1558 auf dem Friedhof, die Kirche der Hl. Katherine und die Kirche des Hl. Antonius des  Abt und rustikalen Kalvarienberg, der im Jahre 1876 erbaut wurde. Heute ist  Kringa populär durch Jure Grando, den ältesten europäischen Vampir und ungewöhnliche Ereignisse aus dem 1672, die von Johann Weikard Valvasor notiert wurden.

Jure Grando und neun Tapfere

Jure Grando ist der älteste europäische Vampir, der mit Namen in den schriftlichen Dokumenten registriert ist. Das Zeugnis über seine Elimination im Jahre 1672 wurde vom slowenischen Reiseschriftsteller Johann Valvasor in seinem Buch „Die Ehre des Hertzogthums Crain“ geschrieben (veröffentlicht 1689), aufgrund eigenen Interviews mit Teilnehmern von diesem Geschehnis. Nach der Valvasors Notiz, Jure Grando war ein Dorfbewohner von Kringa und soll dort im Jahre 1652 gestorben sein, in der üblichen Weise bestattet worden ist, aber schon die erste Nacht nach der Beerdigung (und so jeden Tag durch sechzehn Jahre!) stieg er aus dem Grabe, man sieht ihn im Dorf schreitend und an die Haustür klopfend (in denen jemand kurz nach starb), und auch jede Nacht besuchte er seine Witwe und zwang sie, die Ehepflicht zu erfüllen.

Nach sechzehn Jahren solches Terrors versammelte Miho Radetic der Gespan von Kringa, neun Dorfbewohner, die das Grandos Grab gruben , wo sie einen vollständig erhaltenen Körper der rosigen Wangen fanden, und weil sie ihn mit dem Hagedornpfahl nicht aufstechen konnten, schlugen sie den Kopf ab und vergruben das Grab. Danach schließt Valvasor seinen Eintrag, Jure Grando beunruhigte nie wieder die Dorfbewohner von Kringa.

Die Geschichte über den istrischen Vampir Jure Grando aus dem Valvasors Werk wird in vielen anderen Sammelwerken der grausigen Geschichten übertragen, unter denen auch das berühmte Vampir- Sammelwerk Montague Summers ist, und durch Vermittlung des Almanachs „Rhein- Antiquarius“ trat eine von dieser Geschichte in der Anthologie ein, die von dem berühmten Nobelpreisträger Hermann Hesse redigiert wurde.. Es gibt Hinweise darauf, dass es die Geschichte von Jure Grando die Inspiration für die erste Prosa von Vampir jemals in der europäischen und der Weltliteratur war. Die Novelle Vampir von John Polidorij (geschrieben 1819) entstand nach der Vorlage von George Gordon Byron und so ein Vampir aus Kringa inspirierte direkt eine ganze literarische (und später auch Film-) Gattung, deren Popularität nicht nachlässt, bis zu heutigen Tagen. In den letzten Jahren, die Geschichte über den Vampir Jure Grando wird eine Basis für literarische, kulturelle und touristische Programme, die sich in Kringa und in der Gemeinde Tinjan bewegen und entwickeln. 

Europäische Trockenmauer

Am Europa-Tag, 09. Mai 2007 begann der Bau der Europäischen Trockenmauer  am Eingang von Kringa  die sich bis zum Tinjan erstreckt. Jeder Baumeister kann nur einen nummerierten Stein  einbauen und für seine Teilnahme an den Bau ein Zertifikat bekommen.
Für Informationen wenden Sie sich an die Gemeindeverwaltung  Tinjan Tel. +385 (0) 52 626 090 oder +385 (0) 91 162 6090.

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