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Sveti Lovreč

In dem unmittelbaren Hinterland von Vrsar und Porec befindet sich Sveti Lovreč. - eine der besten erhaltenen mittelalterlichen befestigten Stadt in Istrien. Die Siedlung wurde nach der Kirche des Hl. Laurentius (1) benannt, die aus dem VIII Jahrhundert stammt und der romanische Glockenturm neben der Kirche wurde im elften Jahrhundert angebaut, und befindet sich in der Nähe der Siedlung - auf dem örtlichen Friedhof.

Kreisform der Siedlung, stammt aus prähistorischen Zeiten, als auf dem Hügel eine Festung war. Schon im Zeitalter von Byzanz wurde Lovreč mit den Mauern und Türmen befestigt, die später mehrfach gründlich renoviert wurden und die meisten der heute sichtbare Befestigungen stammt aus der Zeit von Venedig, als der Sitz des Militärregierungs vom ganzen venezianische Teil Istriens in Hl. Lovrec war, die - die so genannte "Pazenatik".

In schriftlichen Quellen wird Sveti Lovreč seit dem Jahr 1030 als "Castrum sancti Laurenti” erwähnt. Bereits ab dem Jahr 1186 ist die innere gesellschaftliche Einrichtung dieses Städtchens deutlich erkennbar, sodass angenommen wird, dass Sveti Lovreč die erste organisierte Gemeinde in Istrien ist. Sie liegt unter der zentralen Obrigkeit des Istrischen Markgrafen (seit Beginn des 13. Jahrhunderts übt diese Funktion das Patriarchat von Aquileia aus) und in Privatbesitz der Bischöfe von Poreč. Im Namen der Bischöfe treibt ein Zehntel deren advocatus – der Graf von Pazin Majnhard ein, und später auch dessen Nachfolger, die Grafen Gorički, und sogar auch nachdem Lovreč im Jahr 1271 dem Schicksal der Westküste Istriens folgt und sich Venedig übergibt. Vor diesem haben dasselbe auch Poreč im Jahr 1267, Umag 1269 und Novigrad 1270 gemacht.

Um das weite rurale Gebiet außerhalb der befestigten Städte leichter zu kontrollieren, formieren die neuen Herrscher sogenannte Pazenatik (außerstädtische Gebiete), an dessen Haupt vom venezianischen Senat der Kapitän ausgewählt wurde. Als erster wurde im Jahr 1301 für diese Funktion Marino Badoer ernannt, welcher seinen Sitz in Poreč und die militärische Besatzung in Sveti Lovreč untergebracht hat. Dies zeigte sich als unpraktisch, sodass ab dem Jahr 1304 auch die Kapitäne in Sveti Lovreč residieren, stufenweise immer mehr Befugnisse im Städtchen übernehmend, und ab dem Jahr 1309 auch die Funktion des Podestat (bestellter Gouverneur).

Häufige Kriege mit dem Patriarchat von Aquileia, welches sich, obwohl es sich im Niedergang befindet, nicht seiner istrischen Besitze entsagt, sowie Kriege mit den Grafen Gorički, deren Fürstentum von Pazin buchstäblich bis zu den Mauern von Lovreč reicht, enden hauptsächlich mit der Ausbreitung der venezianischen Besitze in Istrien. Dies ist der Grund, dass ab dem Jahr 1356 noch ein Pazenatik formiert wird, mit Sitz in Umag, und danach ab dem Jahr 1359 in Grožnjan.

Lovreč bleibt für das Gebiet südlich des Flusses Mirna ganz bis zum Jahr 1394 zuständig, wenn beide Pazenatik in das neugewonnene Rašpor (Siedlung der Ćićarija) bei Buzet übersiedeln. Alle einstigen Anwesen des Patriarchats von Aquileia in Istrien wurden bis zum Jahr 1420 bereits zwischen Venedig und dem Fürstentum Pazin aufgeteilt, welches ab dem Jahr 1374 in Besitz der Familie Habsburg steht. Neben kleineren Änderungen dauert eine solche Aufteilung bis zum Fall Venedigs im Jahr 1797 und bis zur Ankunft Napoleons.

Schritt in die Vergangenheit

Während des Kapitäns des Bürgermeisters Giovanni Contarinio wurden sehr feste Stadtmauern gebaut und die Stadtfestungsmauern und nach Osten erweitert, so dass sie jetzt auch die Basilika von Hl. Martin umfassen. Aus dieser Zeit sind das monumentale Stadttor gut erhalten (2) wird von Wappen der Familien Grimani und Moro geschmückt und vom wesentlichen Symbol der venezianischen Löwen- von St Markus eingerichtet, der in den Händen ein geschlossene Buch hielt, - ein Zeichen, dass das Tor während der Kriege erbaut war.

Im Vorübergehen durch sie, werden sie auf dem unregelmäßigen gepflasterten Platz finden (3), wo eine großzügige Stadtloggia beherrscht der heute für die offiziellen Anlässen verwendet wird . Die steinerne Säule der Scham erinnert, dass diese Treffen nicht nur immer festlicher Charakter waren. Innerhalb der Loggia, an der Südwand der Pfarrkirche sind zahlreiche steinerne Fragmente aus allen Epochen der Geschichte dieser Stadt angebaut, aus der Römerzeit über das Mittelalter bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts.

In die Pfarrkirche - die dreischiffige Basilika des hl. Martin(4) tritt man vom benachbarten Platz –Placete, in der teilweise erhalten sind, und vor kurzem erfolgreich restauriert, bis heute die ältesten Fresken in Istrien, die im 11 Jahrhundert entstanden, während der jüngere Teil der Fresken stammen aus dem sechzehnten Jahrhundert. Nördlich der Pfarrkirche gab es eine Kommunalpalast aber heute ist von ihm nur eine wunderschöne öffentliche Stadtzisterne aus Stein geblieben (6), von Wappen der Familien Contarini und Zuliani wird geschmückt, und von der Gestalt des Hl.

Laurentius – Patron des Orts, den man nach dem Rost erkennen kann, der jetzt in der offiziellen Wappen der Gemeinde Sveti Lovreč gefunden wird. Bis zur Zisterne kommt man treppauf nördlich von der Kirche.

Immer nur durch das Gässchen voran, so kommt man zum viereckigen Turm Fontanella (7). In seinem Inneren gibt es noch eine Zisterne aus Stein seit dem 1331, von Wappen der Familie Soranzo geschmückt, von denen vier Lovrečer Bürgermeister stammen. Wenn man nach den Außenwänden geht, kann man sich von ihrer großen Abwehrkraft überzeugen.

Besuchen Sie die Stadt in der Richtung der Uhrzeigersinn, folgt der dreieckige Turm (8), dann ein hoher Glockenturm (5), und im Fuße des Turms kann man ehemalige einmauerten Tür bemerken, über der sich das Wappen der Familie Grimani befindet. Das folgende ist ein Teil der Mauern, die später in Rekonstruktionen von Wohngebäuden eingebaut sind, und wieder kommt man bis zum großen Stadttor. 

Hier muss man durch das Fenster der St. -Blasius-Kapelle (9) anschauen, die im Jahre 1460 erbaut wurde, und sie steckt im Inneren auf den ersten Blick verwirrend Freskenzyklus. Es geht eigentlich um jetzt zwei gleich sichtbaren Schichten von Fresken.

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