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Tinjan

Tinjan

Tinjan war schon immer ein Städtchen  an der Grenze.In der römischen Zeit bewahrte Attinianum die Grenzen von Porecer  Ager(lat. Ager -Grundstück) gegen das unzureichend romanisierte Innere der Halbinsel und bewachte den Verkehrsweg gegen Tarsatica.Im Mittelalter wurde es eine von der Stütze  der Paziner Eigentümer von Majnard Črnogradski und kam zusammen mit Paziner Kastell durch die Heiratsverbindung in die Macht Görzner Grafen. Die Tinjaner Festung bewachte ihnen oft angreifende  westliche Grenze zu den Patriarchen  von Aquilea, ebenso wie seit dem 1374 bis zur Napoleons Ankunft  zu ihren neuen Besitzern - die kaiserliche Familie Habsburg bewachte die Grenze  der Paziner Grafschaft gegen die Besitze von Venedig .Obwohl  Tinjan an der Grenze war, war es keine gewöhnliche Burg, sondern wurde seit 1578 Stadt genannt.

Gemeinde des istrischen Schinkens (Pršut)

Heute ist Tinjan eine Gegend, die mit Stolz ihre Geschichte und Tradition bewachte, unabhängig davon, ob es sich um ein Symbol für diese Region handelt, zum Beispiel:  Steintrockenmauern und Wasserlöcher, kosiri (Art von Sichel) und rankuni (Art von Sichel mit längerem Henkel), folkloristisches und architektonisches Erbe, Tradition und Legenden, oder  kulinarische  Spitzendelikatessen wie der istrische Schinken( „Pršut“).Die Tradition der Herstellung von hochwertigen Schinken ( „Pršut„) auf dem Gebiet von Tinjan bewahrt heute einigeregistriertePršutane (spezielle Kellerräume, wo der Schinken luftgetrocknet wird) und im Jahre 2006 wurde es Gemeinde istrisches Schinkens („von Pršut“) verlautbart. 

Eine weitere sinnvolle Tradition dieser Region ist Schlosserei, ein weithin bekannt  sind Tinjaner kosiri (Art von Sichel), und an den Feiertag „Šimunja“ (Feiertag des Hl. Simeons), wird in Tinjan  eine  traditionelle Schau von Kosir  und andere  geschmiedete Produkte der Schmiede aus ganz Istrien stattgefunden.

Tinjan kennenlernen

Tinjan werden Sie am besten kennen zu lernen, wenn Sie mit der Sicht auf  die Draga beginnen (1) neben dem Gespantisch, an dem in der Vergangenheit die Gespane und  die Richter tagten. Neben dem Tisch, auf dem Weg, der ins Tal führt, steht die Statue des Hl. Johannes Nepomuk, des Beschützers gegen die Flut, und des Beichtigers, der Königinnen, der Armen und Brückenbaumeister. Vom Aussichtspunkt aus bietet sich Ihnen ein einmaliger Blick entlang des fruchtbaren Tales in Richtung des umliegenden Ortes Kringa, aber  auf der anderen Seite von Draga zeigen sich die Häuser von Sv. Petar u Sumi (St. Peter im Wald) und von Ježenj in der Ferne. Hier in der Vergangenheit strömte der Fluss bis zur Küste und bis zur  Limbucht. Von dieser Stelle führt die alte, gepflasterte Straße zu Geto (2). Einst stand hier eine Brücke am Eingang des Kastells.

Wenn Sie auf der Hälfte der Straße auf der rechten Seite unter das Gewölbe abbiegen, gehen Sie durch den ältesten Teil der Stadt  neben den Häusern, in denen Sie gravierte Symbole der jeweiligen Besitzer sehen : von den Schmieden, österreichischen Militärkapitänen, und die besondere Aufmerksamkeit zieht das Haus der Familie Depiera (3) seit dem 1670 mit den Arkaden, mit einer Zisterne und mit einem hohen nach außen gewölbten Schornstein an. Weiter entlang der Straße ist die alte Tinjaner Schule „Casamara“(4) und unweit ist ein Denkmal  zur Ehren des bedeutendsten Schülers,  später  des istrischen und Triester Bischofs Juraj Dobrila (1812-1882), geboren in der umliegenden Ortschaft Ježenj (5). Die Pfarrkirche der Hl. Simeons und des Judas Tadeus (6), stammt aus dem 18.

Jahrhundert und ist ein interessantes Beispiel für Spätbarock in Istrien. Der Kirchturm(7), separat von der Kirche, 28 Meter hoch unterscheidet sich von den meisten istrischen Glockentürmen wegen ihrer Mauerkrone, wodurch Tinjan  eine besondere Prägung erhielt. Rückkehr in die zweite Straße auf dem Aussichtspunkt unter den Bäumen „Ladonja“ (Celtis australis) gehen Sie an der schönen rustikalen Steinwölbung (8) und am Denkmal der Tinjaner Bewohner, die in der zweiten Weltkrieg  tödlich verunglücken sind vorbei, und  dann  kommen Sie in die Konoba „Điđi“. Im benachbarten Haus wurde der berühmte Linguist und Lexikograph Josip Voltić (1750-1825) geboren, Autor vom dreisprachigen „Ričoslovnik“(Wörterbuch), es ist im Jahre 1803 in Wien (10) veröffentlicht worden. Die romanische Heligkreuzkirche(11), am Ende des XIII Jahrhundert erbaut, befindet sich  ein wenig weiter von der Mitte des Dorfes auf der Straße nach Porec, und unweit von ihr ist der Tinjaner Kalvarienberg (Golgotha) aus dem Jahr 1894 (12).

In einem der Häuser im historischen Zentrum von Tinjan ist eine reiche Sammlung von Objekten im Zusammenhang mit dem Leben von Tinjan. Die Sammlung von Tausenden von Objekten, die sich auf das Leben und die Arbeit vergangener Generationen von Tinjans Territorium beziehen, wurde gesammelt und schließlich ihren Mitbürgern im Jahr 2013 von Enriko Depiera gespendet. Die Sammlung ist nach Vereinbarung öffentlich zugänglich; Tel: ++ 385 91 57 22 438

Trockenmauern und Kažuni

(KAŽUN - Es handelt sich um ein traditionelles Steinhäuschen auf dem Feld, das aus Trockenmauern gebaut wurde)

Bei jedem Schritt auf dem Gebiet von  Tinjan  stoßen Sie auf alte Trockenmauer und „Kažun“(Steinhäuschen). Die Besonderheit der Tinjaner „Kažun“ (Steinhäuschen) ist, dass die nicht immer rund sind, können aber auch viereckig sein  oder sogar begraben unter dem Boden am Rand des Tälchens. Typische Bau von Häusern aus Stein mit der Terrasse,  traditionell istrischemBaladur“ besonders gut bewahrt in den kleineren Dörfern, und  hoch umzäunter Hof und monumentales Tor sind typisch für den südlichen Teil der Gemeinde.

 

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